PEA wird bereits seit vielen Jahren wissenschaftlich untersucht. Doch wie sieht es speziell beim Pferd aus?
Eine 2020 veröffentlichte Fallserie untersuchte ultramikronisiertes PEA bei vier Springpferden mit anhaltender Lahmheit.
Bei den Pferden lagen zuvor unterschiedliche tierärztlich diagnostizierte Befunde vor:
- ein Pferd mit Hufrollensyndrom
- ein Pferd mit chronischem Hufrollensyndrom und Arthrose des Hufgelenks
- zwei Pferde mit Arthritis des unteren Sprunggelenks
Die Pferde erhielten PEA-um über einen Zeitraum von vier Monaten zusätzlich zur normalen Fütterung. Die Autoren berichteten anschließend bei allen vier Pferden über Veränderungen der Lahmheit und eine Rückkehr in den Springsport.
Warum diese Untersuchung interessant ist
Die Fallserie liefert erste wissenschaftlich dokumentierte Beobachtungen zum Einsatz von ultramikronisiertem PEA beim Pferd – und zwar bei Pferden mit konkreten orthopädischen Befunden.
Vier Pferde sind natürlich noch keine große Studienpopulation. Die Ergebnisse zeigen jedoch, warum PEA auch in der Pferdeforschung ein interessantes Thema ist und weshalb weitere kontrollierte Untersuchungen sinnvoll sind.
Wichtig dabei: Die Fallserie liefert interessante wissenschaftliche Hinweise, ist aber kein allgemeiner Wirksamkeitsnachweis für die genannten Erkrankungen.
Quelle:
Gugliandolo E., Barbagallo A., Peritore A.F., Cuzzocrea S., Crupi R. (2020):
Oral Supplementation with Ultramicronized Palmitoylethanolamide for Joint Disease and Lameness Management in Four Jumping Horses: A Case Report.
Animals, 10(9), 1469.
DOI: 10.3390/ani10091469